SMG - Schule miteinander gestalten.
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Schule miteinander gestalten

Städtisches Meerbusch-Gymnasium

Mensa Speiseplan

Speiseplan: 27.09. - 30.09.21

 

 

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Stundenpläne

Die Stundenpläne für das Schuljahr 2021/22 sind fertig (Stand 17.08.2021). 

 

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Sprechstunden des Kollegiums

Gespräche bitte mit vorheriger Terminvereinbarung.

 

 

alte Version 20/21

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Der etwas andere Distanzunterricht am SMG - time:matters, gerade in Krisen

von Samuel Keller

Auf eine etwas andere Videokonferenz durften sich die Erdkunde Kurse der Q2 von Herrn Hundenborn freuen. Im Unterricht behandelten wir gerade den Welthandel, mit all seinen Vor- und Nachteilen, sowie die verschiedenen Facetten der Logistik und des Warentransports. Um einen besseren Einblick in dieses Thema zu bekommen, nahm Alexander Kohnen, der CEO der time:matters GmbH, einer Tochtergesellschaft der Lufthansa, an unserer Videokonferenz teil. Herr Kohnen ist mit 25 Jahren Berufserfahrung einer der Besten auf seinem Gebiet und wollte den Schülerinnen und Schülern einen besseren Einblick in dieses komplexe Thema gewähren. Der Luftverkehrskaufmann und studierte Betriebswirt ist seit 1997 für den Lufthansa Konzern tätig und kletterte die Karriereleiter immer weiter hoch, bis er zum Geschäftsführer der time:matters GmbH wurde, welche Umsätze von über 100 Millionen Euro verzeichnet. 

time:matters ist maßgeblich an der Versorgung und somit am Transport von medizinischem Zubehör während der Coronapandemie beteiligt. Doch bereits bevor Corona publik wurde, war time:matters an der globalen Logistik Front dabei. 

,,Operation Maske", so nennt Herr Kohnen die Aktivitäten zu Beginn der Coronapandemie. Bereits am Sonntag den 26 Januar um ca. 13 Uhr, noch bevor irgendjemand offiziell etwas von Corona in Europa wusste, begann die „Operation“. Eine deutsche Privatbank bat time:matters und somit Herrn Kohnen noch am Sonntag um den Transport von 250.000 FFP2 Atemschutzmasken nach Shanghai, zum Schutz der Mittarbeiter ihres chinesischen Mutterkonzerns. Der Preis einer FFP2 Maske lag zu diesem Zeitpunkt noch bei 1.10 € pro Maske. Am Montag um 11 Uhr war der Preis je Maske bereits auf 4.30 € gestiegen. Nur sechs Stunden später lag er dann schon bei 9,80 €. Am Dienstag den 28.01. war nun der Ausbruch von Covid-19 weltweit bekannt. Da die Verfügbarkeit von Masken immer schlechter wurde, bat der Mutterkonzern Lufthansa time:matters um Unterstützung bei der Maskenbeschaffung für die eigenen Mitarbeiter. Gerade noch rechtzeitig, denn der Preis der Masken lag am Morgen um 8 Uhr bei unglaublichen 15 bis 50 € pro FFP2 Maske. Nun war klar, dass da etwas Großes im Gang war und die Nachfrage nach medizinischem Zubehör stieg rasant. Zu diesem Zeitpunkt war weltweit kaum Ware verfügbar. Jeder versuchte möglichst viel medizinisches Zubehör für das eigene Land zu beschaffen. Die logische Konsequenz war also der Import und time:matters weiß nunmal am besten, wie man Ware am schnellsten von A nach B oder hier von Asien nach Deutschland bekommt. Die Lufthansa ließ aufgrund der enormen Nachfrage Passagierflugzeuge zu Frachtflugzeugen umrüsten (hierzu werden die Sitzreihen entfernt und Netze zur Ladungssicherung angebracht). Das Ziel war es, eine Luftbrücke von Deutschland nach China aufzubauen um einen maximal schnellen und umfangreichen Austausch von Gütern zu gewährleisten. Bereits in den ersten zwei Monaten schaffte es time:matters so, mithilfe von Volkswagen (welche inzwischen statt Sitzbezügen Masken produzierten) unglaubliche 50 Millionen Masken nach Deutschland zu bringen.

Dieser Einblick hinter die Kulissen hat gezeigt, wie viel man von den globalen Zusammenhängen gar nicht mitbekommt, obwohl es einen jeden von uns beeinflusst. Herr Kohnen erklärte zudem noch, wie Frachtkosten und Laufzeiten von verschiedenen Verkehrsmitteln zusammenhängen und welches Verkehrsmittel man am besten für welche Waren zum Transport verwendet. Anschließend startete die Fragerunde. In dieser erläuterte Herr Kohnen, was Ihn und sein Unternehmen ausmacht, wie die Umsätze sich in den letzten Jahren entwickelt haben und erklärte globale Zusammenhänge, aber auch was für Probleme das Unternehmen in diesen Zeiten lösen musste.

Eine weitere wichtige Frage, die sich die Schüler stellten, ging in eine ganz andere Richtung, wie kann ein Cargo-Unternehmen CO2 neutral arbeiten, wie es auf der Homepage heißt?

Herr Kohnen erklärte, dass durch Aufforstung und weitere Investitionen in die Umwelt diese geschützt wird und durch das verrechnen der Abgase mit diesen neu geschaffenen CO2 Speichern, ein neutraler Wert zustande kommt. Herr Kohnen betonte auch nochmal, dass die Fragen zur Umwelt und Nachhaltigkeit ihn sehr beschäftigen, da er seinen Kindern keinen zerstörten Planeten hinterlassen möchte. An der Lösung wird immerzu gearbeitet und Prozesse werden ständig optimiert, jedoch ist klar, dass dieses Thema und die globalen Zusammenhänge sehr komplex sind. Trotzdem sei er und time:matters immer bemüht neue Lösungen zu finden. Er betonte, dass es notwendig sei sich mit dieser Frage immer weiter auseinanderzusetzen, da wir nur diese eine Welt haben.

Diese Einblicke boten mir und den beteiligten Schülerinnen und Schülern eine riesige Chance die globalen Zusammenhänge des Welthandels etwas besser zu verstehen. Die sehr offene und zuvorkommende Art von Herrn Kohnen, welcher jede Frage ehrlich beantwortete und ausführlich erläuterte, machte diese Konferenz zu einem Erlebnis, welches zum kritischen Nachdenken animierte.

Vielen Dank an Herrn Hundenborn, der uns diese Abwechslung im Distanzunterricht und tolle Chance zum Austausch ermöglicht hat. Auch ein großes Dankeschön, sowie ein Lob an Herrn Kohnen, welcher sich extra Zeit genommen hat, um unsere Fragen 90 Minuten lang zu beantworten und uns von seinen Erfahrungen zu erzählen.

                 Alexander Kohnen in der Videokonferenz mit den Schülern aus der Q2


 

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